Nach unserer Zeit in Bratislava ging es für uns weiter nach Wien – und damit in eine Stadt, die schon beim Ankommen eine ganz eigene Wirkung entfaltet. Alles wirkt ein wenig größer, prachtvoller und gleichzeitig erstaunlich geordnet und ruhig. Schon die kurze Fahrt zwischen den beiden Städten zeigt, wie eng hier unterschiedliche Kulturen und Lebensstile miteinander verbunden sind.
Wien empfing uns mit dieser typischen Mischung aus imperialer Geschichte und moderner Leichtigkeit. Hohe Altbauten, breite Straßen, elegante Fassaden und dazwischen immer wieder kleine Cafés, Parks und belebte Plätze. Die Stadt lädt nicht dazu ein, sie zu „abhaken“, sondern sie Schritt für Schritt zu entdecken.
Am besten funktioniert das tatsächlich zu Fuß – und genau das haben wir gemacht. Gleich am ersten Tag nahmen wir an einer Free-Walking-Tour teil. Rückblickend war das eine der intensivsten, aber auch anstrengendsten Touren unserer gesamten Reise. Wir haben unglaublich viel gesehen, gehört und erlebt – so viel, dass man zwischendurch kaum hinterherkam, alles aufzunehmen.
Die Tour führte uns mitten durch die Wiener Innenstadt, vorbei an prunkvollen Gebäuden, versteckten Innenhöfen und geschichtsträchtigen Plätzen. Besonders spannend war, wie sich Geschichte hier ständig mit dem heutigen Stadtleben vermischt. Zwischen Touristen, Einheimischen, Musikern und Straßenleben entsteht ein sehr lebendiges Gesamtbild.
Natürlich kamen wir auch am Stephansdom vorbei – dem Herzstück der Stadt. Mitten in der Innenstadt ragt er plötzlich zwischen den Häusern auf und wirkt fast wie ein Orientierungspunkt für ganz Wien. Rundherum pulsiert das Leben, während im Inneren eine völlig andere, ruhige Atmosphäre herrscht.
Die Free-Walking-Tour war extrem informativ, aber auch körperlich fordernd. Wir liefen viel, standen oft, hörten zu, schauten, gingen weiter – und am Ende des Tages hatten wir das Gefühl, wirklich einmal quer durch die Geschichte Wiens gelaufen zu sein.
Genau das macht solche Touren aber auch aus: Man bekommt in kurzer Zeit einen intensiven Eindruck der Stadt, sieht Dinge, die man alleine vielleicht nie entdeckt hätte, und entwickelt ein Gefühl für die Zusammenhänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Was uns besonders in Erinnerung geblieben ist, ist diese besondere Wiener Mischung aus Eleganz und Alltag. Prächtige Gebäude stehen neben ganz normalen Straßenszenen, große Geschichte trifft auf entspanntes Stadtleben. Und egal wo man ist – irgendwo spielt immer Musik, sitzt jemand im Café oder schlendert durch die Straßen.
Auch ohne Schloss Schönbrunn, das wir diesmal nicht besucht haben, hat Wien uns vollkommen überzeugt. Die Stadt lebt nicht nur von ihren berühmten Sehenswürdigkeiten, sondern vor allem von der Atmosphäre dazwischen.
Nach den intensiven Tagen in Budapest und dem entspannten Charme von Bratislava war Wien ein würdiger Abschluss unserer Reise – kulturell reich, lebendig und gleichzeitig angenehm entschleunigt.
Wien ist keine Stadt, die man nebenbei mitnimmt. Man erlebt sie Schritt für Schritt – manchmal auch anstrengend, aber genau dadurch umso intensiver.
Highlights unserer Reise:
Unterkunft 2022:
Premier Inn Wien City Hauptbahnhof